Verfasst von: irenejonda | 21. Mai 2011

PPP und Schule – wie geht es weiter?

10th grade students at the Al Taleaa Secondary School attend Islamic Studies class.
Photo: Rich-Joseph Facun for „The National“
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Das PPP (Public Private Partnership) im Zusammenhang mit Schulen ist ein sehr erfolgreiches Modell; es wurde vor etwa 5 Jahren vom Abu Dhabi Education Council (ADEC) ins Leben gerufen. Demnächst wird es jedoch beendet und durch das „New School Model“ (NSM) ersetzt. PPP (Public Private Partnership) diente sozusagen als Grundlage für das NSM. Die Partnerschaft zwischen privaten Bildungsfirmen und öffentlichen Bildungseinrichtungen basierte auf einem Vertrag; private Akteure sollten Schulen dabei unterstützen, einheitliche Ziele zu erreichen, was u.a. bessere  Leistungen der Schüler und eine Anpassung der Unterrichts-methoden an internationale Standards bewirken sollte.  PPP war ein Werkzeug, um Wissen zu transferieren und „best practice“ Beispiele für Schulleiter zur Verfügung zu stellen. Seit der Einführung von PPP ist es tatsächlich gelungen, die Schüler besser zu motivieren, ihre Fehlzeiten zu verringern, die Abbrecherquoten zu senken und die Unterrichtsmethoden zu verbessern.

Doch jetzt, nachdem es das NSM geben wird, weiß man nicht so recht, was mit den PPP Schulen passieren soll.

Das NSM legt nun Standards für alle staatlichen Schulen fest und will Schüler mit bilingualen Fähigkeiten auszustatten, sowie auf eine Universitätskarriere vorzubereiten. ADEC hat bereits begonnen, seine eigenen Englischlehrer -es sind ausschließlich Muttersprachler- zu beschäftigen, um den einheimischen Lehrkräften zu assistieren.

Gleichzeitig wissen die privaten Investoren nicht, ob ADEC weiterhin an PPP interessiert ist. Wenn das Programm gänzlich fallen gelassen wird, werden die bis dato in diesem Programm beschäftigten Experten nicht mehr benötigt. Daher ist jetzt eine schnelle Entscheidung nötig. Natürlich gäbe es die Möglichkeit, dass die bislang für PPP rekrutierten, ausländischen Lehrkräfte und Experten in das NSM Projekt wechseln – eine elegante Lösung, die jedoch schnell herbeigeführt werden müsste, um die Ausreise der Experten, die vormals für PPP gearbeitet haben noch verhindern zu können. Da Entscheidungen jedoch immer bis zur letzten Minute hinausgeschoben werden, hat ADEC noch nichts unternommen. Und wegen dieser Unsicherheit, haben natürlich viele Experten bereits beschlossen, das Land zu verlassen.

Daher wird wohl NSM ab dem neuen Schuljahr zunächst mit Experten-Knappheit starten müssen, da ein Rekrutierungsprozess natürlich immer einige Monate in Anspruch nimmt…

Dieser Beitrag bezieht sich auf einen Artikel von Afshan Ahmed für die Zeitung „The National“

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