Verfasst von: irenejonda | 16. April 2011

Eine Schönheitskur für Abu Dhabi

Pupils from Al Manhal Private School in Abu Dhabi paint over graffiti near their school on Wednesday as part of the Asematy community-improvement programme.

Photo: Andrew Henderson / for „The National, 16.04.2011

SchülerInnen der „Al Manhal Private School“ in Abu Dhabi machten sich kürzlich daran, die Graffiti in der nähe ihrer Schule zu überstreichen – dies war ein Teil des aufwändigen Programms zur „Nachbarschafts-verschönerung“. Bezeichnend die Identifikation der ausländischen Schüler mit dem Emirat Abu Dhabi: „Wir kümmern uns um unser Land und unsere Stadt indem wir sie sauber halten und wir fangen an unserer Schule an“, sagte ein palestinensischer Schüler aus der 10. Klasse. Das ist nur ein kleiner Teil der umfassenden Initiative zur Verbesserung des gemeinschaftlichen Lebens. Hunderte von SchülerInnen, quer aus allen Schulen Abu Dhabis pflanzen Bäume, beseitigen Vandalismus-Schäden und befreien die Umgebung von herum liegendem Müll. „Asematy“ -so heißt die Initiative- will Anwohner dazu ermuntern Verantwortung für ihre Nachbarschaft zu übernehmen und damit die Kommunalverwaltung zu entlasten. Der Direktor des „community service“ für die Stadt Abu Dhabi ist überzeugt davon, dass solche Aktionen die Schüler dazu bewegen, ihre Gewohnheiten zu ändern und sich um die Stadt zu kümmern in der sie leben. Dabei ist es unwesentlich, wer ein Expatriate und wer Einheimischer ist. Es geht darum, dass alle, die hier leben sich für ihre Stadt verantwortlich fühlen.

Die Komunalverwaltung will schlechtes Benehmen eliminieren; „es würde nicht helfen, die Graffiti einfach zu beseitigen oder mit den Eltern zu sprechen“, sagt ein Verantwortlicher. Man muss zu den Wurzeln dieses Verhaltens vorstossen. Die SchülerInnen, die an solchen „Saubermach-aktionen“ beteiligt sind, werden die „message“ gewiss in ihre Familien tragen und ihren Freunden mitteilen. Stück für Stück lernen sie Verantwortung zu übernehmen und sich angemessen zu verhalten. Die nächste Phase der Nachbarschaft-Aktion wird andere Probleme fokussieren, wie: wuchernde Bäume, beschädigte Gehwege, Straßenschilder und Gebäude.

Die SchülerInnen sind jedenfalls höchst motiviert an solchen Aktionen teilzunehmen, denn sie „leben in dieser Stadt und wollen Verantwortung übernehmen“.

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