Verfasst von: irenejonda | 21. Januar 2011

mehr Frauen in Naturwissenschaft und Technik…

... es geht nicht nur darum, mehr Emiratis in den privaten Arbeitsmarkt zu bringen; es geht auch um eine höhere Frauenbeteiligung am Arbeitsmarkt. Frauen müssen sich mehr in den naturwissenschaftlichen und technologischen Berufen beteiligen – das ist nötig um den Übergang in die Wissensgesellschaft zu schaffen. All das sind Ergebnisse einer neuen Studie. Die Studie wurde von Forschern am Masdar Institute of Science and Technology in Abu Dhabi durchgeführt und identifizierte einige Gründe, die Frauen davon abhalten, Karrieren in Naturwissenschaft, Technologie und Ingenieurswesen anzustreben. Vorbehalte und weit verbreitete Missverständnisse über Jobs in den genannten Feldern sind die größten Stolpersteine, wie die Studie herausfand. Die Mehrheit emiratischer Frauen ist im weiten Feld der Sozial- oder Geisteswissenschaften sowie in der business administration involviert, während 72% aller männlichen Studenten technologisch ausgerichtete Studiengänge wählen. Dabei stellen Frauen über 50% aller Studierenden im Land, doch nur wenige findet man anschließend auf dem Arbeitsmarkt, meint eine Professorin des Masdar Instituts, zuständig für Engineering und das Managementprogramm. Die größte Barriere die verhindert, dass es Frauen in den Arbeitsmarkt schaffen, ist Mobilität. Männer können einfacher von einem Emirat in das andere umziehen, für Frauen ist ein solcher Umzug gesellschaftlich nicht akzeptabel. Auch sind die meisten Jobs in angewandter Wissenschaft und im technologischen Bereich im privaten Sektor zu finden, der nicht attraktiv genug für Emiratis ist. Das gilt sowohl für Männer als auch für Frauen. Zudem werden natürlich Jobs mit einem technologischen Schwerpunkt als reine „Männerjobs“ betrachtet und sind sozial und kulturell gesehen für Frauen nicht geeignet.

Die Studie befragte 2600 Frauen aus 17 Universitäten in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Absicht war, die Einstellungen der Frauen gegenüber den spezifischen Bereichen zu untersuchen und herausarbeiten, wie man ihre Beteiligung (in diesen Bereichen) stärken könnte. 60% der Frauen haben grundsätzlich verneint, dass Männer besser in Mathe und Naturwissenschaften wären und sie gaben zu, dass Frauen genauso in diesen Feldern involviert sein können; wenn sie nur hart genug arbeiten. Die meisten Studierenden erwarten von einer Wissenschaftlerin, dass sie „kraftvoll“ und selbstbewusst ist, um erfolgreich zu sein…

Die Studie zeigte auch, dass Studierende aus reichen Familien weniger wahrscheinlich technische Berufe ergreifen; vermögende Studenten bauen eher auf Beziehungen, um hoch dotierte Positionen zu finden, unabhängig von ihrem Studienfach. Ärmere Studenten sind überzeugt davon, dass sie eine gute Ausbildung und Qualifikation benötigen, um ihre Arbeitsplätze zu sichern.

Familie wurde als Hauptgrund genannt, warum verheiratete Studentinnen nicht arbeiten gehen, nachdem sie ihr Studium abgeschlossen haben. Sie bevorzugen einen Job in einer „netten Umgebung“ und dass sie als Ausnahme in der Gesellschaft gelten. Nichtemiratische StudentInnen dagegen, wollen einen Job haben, der ihnen persönliche und berufliche Entwicklung garantiert.

Der Transformationsprozess Abu Dhabi’s hin zu einer Wissensgesellschaft, sollte die Beteiligung beider Geschlechter implizieren: Männer und Frauen, sagt Dr. Vidican, Professorin an der Masdar Universität: „wir glauben, dass solche Studien eine Hilfe sein können, um entsprechende politische Weichen zu stellen, die die Lücke zwischen den Geschlechtern schließen helfen und Frauen erlauben, mehr und mehr technische Berufe zu ergreifen“.

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