Verfasst von: irenejonda | 22. November 2010

Mehr Kindzentriertheit

Die Emirate brauchen Lehrer, die weniger reden und mehr zuhören! Das sagten gestern Bildungsexperten in Abu Dhabi, im Rahmen der Buildung Future Education MENA Conference. Während die Fortschritte in Bildungseinrichtungen sich nur sehr langsam vollziehen, nimmt ein kind-zentriertes System immer mehr Gestalt an, sagen die Bildungsexperten. Eltern und Lehrer müssten nur geduldig sein. Der Schlüssel zum Erfolg liegt bei den Lehrkräften, die innovative Lehrmethoden einsetzen müssen, stärker als es Lehrkräfte der älteren Generation tun, die mit ihren SchülerInnen kaum in Interaktion treten.

„Das ist das Ende der Bildung, so wie wir sie verstehen. Es ist der Beginn eines neuen Lernens“, sagte Professor Sephen Heppel, ein Experte Neuer Medien an der Bournemouth Universität in Großbritannien. Man solle sich nicht von dem langsamen Fortschritt abschrecken lassen. Man müsse Bildung durch die Augen der Kinder sehen, man müsse ihnen helfen, ihre eigenen Lehrer zu werden.

Das Problem scheint ein altes zu sein und betrifft die  Ausbildung der Lehrkräfte, war man sich auf der Konferenz einig. Lehrer lernen heute immernoch durch Vorträge und in Seminaren, dabei sollte das Lernen mittlerweile interaktiv statt finden.  Während die Konferenzteilnehmer sich über das Bildungssystem in der Region austauschten, präsentierten die vielen Aussteller ihre Produkte vor interessierten Schuldirektoren, LehrerInnen und VertreterInnen des Abu Dhabi Education Council ADEC. „Wir haben alle einen Anteil daran, die nächste Generation groß zu ziehen“, sagte ein Sprecher von Promethan, einer Firma, die Mathematik Lehrmittel anbietet und u.a. interaktive Tafeln mit arabischer Software herstellt. Kinder sollten keine Kompromisse in Bezug auf Bildung eingehen. Die Welt ist global und Kommunikation ist auch global. Mit Nachdruck wurde auf der Konferenz die Notwendigkeit einer größeren Technologie-Nutzung eingefordert. Kinder sollten in der Nutzung sozialer Netzwerke geschult werden, „es wird einen großen Teil ihrer Welt ausmachen, deshalb müssen wir sie heute schon auf den richtigen Weg bringen“…..

Der emiratische Bildungsminister Humaid Mohammed al Qatami drückte seine Hoffnung aus, dass die Konferenz zur Erfüllung der Vision 2030 beitragen möge. Es sei eine wichtige Gelegenheit für Wissenschaftler und Bildungsexperten aus der ganzen Welt, ihre Erfahrungen und ihr Wissen auszutauschen; Lehrer und Manager mögen hier Anregungen erhalten und mitnehmen. „Internationalität ist die beste Sache überhaupt, wir müssen mehr Ideen über die Grenzen hinweg austauschen, global sozusagen“, sagte Prof. Heppel.

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