Verfasst von: irenejonda | 3. Oktober 2010

Gewalt an den Schulen stoppen

Es ist etwas, worüber man normalerweise nicht spricht. Die Gewalt an staatlichen Schulen. Gewalt und Vandalismus. Es heißt, dass staatliche Schulen ein Schauplatz „gelegentlicher Kämpfe“ unter den Schülern ist, ein Ort mutwilliger Beschädigung von Mobiliar und ein Ort gelegentlicher „lautstarker Auseinandersetzungen“ zwischen Lehrkräften und SchülerInnen, so das Bildungsministerium. Nun gibt es eine neue Initiative, um der Gewalt an Schulen Einhalt zu gebieten. Die konkreten Vorgehensweisen sollen jeweils den einzelnen Altersgruppen angepasst werden. Es soll ein Verhaltenskodex aufgestellt werden, mit Stärkung erwünschter und Reglementierung unerwünschter Verhaltensweisen. Durch die Diskussion der Details geraten die Anstrengungen, das Verhalten von Schülern an staatlichen Schulen zu verbessern wieder in den Fokus. Diese Diskussion wurde bereits im Juni, im Federal National Council durch Herrn Hamad al Midfa aus Sharjah entfacht. Herr Midfa setzte sich für mehr Kameras an öffentlichen Schulen ein. Er ist überzeugt davon, dass die Mehrheit der Schüler sich vorbildlich benimmt, einige können jedoch aufgrund sozialer Probleme anderen Mitschülern großen Schaden zufügen. Es geht ihm darum, bei den Kindern und Jugendlichen ein Bewusstsein für ihr Tun zu wecken und Verantwortung zu übertragen. Dies kann ihnen helfen, ihr Verhalten zu verbessern. Es ist eine sehr wichtige Angelegenheit und wir „müssen sicherstellen, dass die SchülerInnen kontrolliert und gelenkt werden“, sagt Midfa. Gerade die Kameras können Autoritäten auf lange Sicht helfen, unangemessenes Benehmen zu bekämpfen. Viele Schulen haben bereits Kameras installiert und erfahrungsgemäß spielen sie eine präventive Rolle. An manchen Schulen wurden sie bereits vor 5 Jahren installiert und hatten bislang einen großen Einfluss auf das Verhalten der Schüler. Allerdings ist das Installieren von Kameras kein hinreichendes Mittel um die Gewalt an Schulen zu stoppen. Eltern können eine wichtige Rolle spielen, indem sie erste Anzeichen von Gewalt beobachten und mit Experten an den Schulen diskutieren. Partnerschaften zwischen Eltern, Lehrkräften und anderen Fachleuten können zu Netzwerken werden, die es schwer machen, Gewalt überhaupt aufkommen zu lassen.

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