Verfasst von: irenejonda | 10. März 2010

Eine Frau durchbricht die Gender-Barriere

Ob in einer Autowerkstatt, oder bei Filmaufnahmen in der Wüste, emiratische Frauen fordern die Job-Stereotypien und Gender-Vorstellungen in den VAE heraus. Dieser Artikel in gulfnews.com stellt eine emiratische Frau aus Dubai vor, die „inmitten von Schmutz und dem unverwechselbaren Geruch von Motorenöl in einer Abaya„, ihre Frau steht. In der Autowerkstatt, einst eine Domäne der Männer – fühlt sich Frau Mariam Darwish wohl. Hier schraubt sie täglich an etwa 40 Autos herum und „liebt diesen job“. Als alleinerziehende viefache Mutter brachte sie ihre finanzielle Situation in die Notwendigkeit, einen job zu finden; sie wollte nicht zu Hause sitzen und von der Unterstützung des Ministeriums (=Arbeitslosenunterstützung) leben. Die einzigen Stellen die sie finden konnte, waren Arbeitsplätze als Emfangsdame, das aber langweilte sie bereits nach einer kurzen Zeit. Sie wollte etwas mit ihren Händen tun – das ist es, was ihr gefällt und entspricht. Ein Werkzeug in der Hand zu halten ist fast so aufregend, wie eine Designerhandtasche zu halten, sagt sie… Auch wenn die Arbeit schwer und es im Sommer sehr heiß in der Werkstatt ist, hat sie Spaß an dieser Tätigkeit und lernt jeden Tag etwas Neues hinzu. Nach 4 Jahren kann Mariam sagen, dass sie  an Erfahrung reicher geworden ist, neues Wissen erlangt und was noch viel wichtiger: das Vertrauen der Kunden gewonnen hat. Das größte Problem war für sie am Anfang, dass emiratische Männer kaum verstanden haben, wie sie unter diesen Bedingungen arbeiten kann. Auch ihre Brüder waren gegen ihre Arbeit in der Werkstatt, sie sagten, „eine Frau, die inmitten von Männern in einer Autowerkstatt arbeitet, entspricht nicht unserer Kultur“. Mariam denkt da anders. Sie will sich weiterentwickeln, wie sich auch ihre Stadt weiterentwickelt. Emiratis müssen Grenzen überschreiten und interessante Jobs suchen und dürfen nicht nur „hinter einem Schreibtisch in einem klimatisierten Büro tatenlos herumsitzen“. Mariam freut sich, Menschen aus vielen verschiedenen Ländern zu treffen, anderen (auch den Freunden ihrer Söhne) mit Rat und Tat zur Seite zu stehen – die harte Arbeit zahlt sich mittlerweile aus.

Ihr Traum ist, eine eigene Werkstatt zu haben und sie ist glücklich im Rahmen des Emiratisierungsprogramms die Chance bekommen zu haben in der Autowerkstatt „Al Futtaim“ arbeiten zu dürfen…. Ist dies ein Beispiel allmählicher gesellschaftlicher Transformation?!?

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